MEDUSA XE Virtual 7.1 Surround Headset

Von am on Hardware

Mit dem Virtual 7.1 Surround Headset führt Speedlink die bereits bekannte und bewährte MEDUSA-Reihe weiter. Wie sich die Neuheit aus dem Hause Speedlink im Test und auch im Vergleich zur der 5.1-Version schlägt, erfahrt ihr hier.

In dieser Review beschäftigen wir uns mit dem MEDUSA XE Virtual 7.1 Surround Headset von dem Hersteller Speedlink. Als Referenzmodell nehme ich mir das Speedlink MEDUSA 5.1 True Surround Headset zu Hilfe, da sich die beiden Modelle nur in technischen Details unterscheiden.

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Allgemeines:
Mit dem Virtual 7.1 Surround Headset führt Speedlink die bereits bekannte und bewährte MEDUSA-Reihe weiter. Das Virtual 7.1 Surround-Modell bietet, wie der Name es schon vermuten lässt, nur einen virtuellen Surround-Sound. Wohingegen der kleine Bruder ein echtes 5.1-Surround-Erlebnis bot. Das Design hingegen, unterscheidet sich von dem 5.1er gar nicht.

Das 7.1er gibt es nur in einer Ausführung, nämlich in der USB-Variante. Ein Klinkenanschluss macht natürlich auch recht wenig Sinn, wenn man bedenkt, dass man eine USB-Audiokarte benötigt, um den virtuellen Surroundsound zu erzeugen. Die Nutzung für Konsolen, etc. ist dennoch nicht möglich, da das Headset Treiber voraussetzt, damit ist es ein reines PC-Headset. Des Weiteren ist auch dieses Modell mit einer Kabelfernbedienung ausgestattet. Bei der 7.1 Version kann man logischerweise nicht, wie beim 5.1er, alle Lautsprecher einzeln regeln, da sie physisch nicht vorhanden sind. Die Gesamtlautstärke kann man per Knopfdruck sowohl hoch- und runteregeln, als auch ganz muten. Um das Mikrofon zu muten gibt es einen zweistufigen Schieberegler.

Schauen wir uns nun das Headset mal ein bisschen genauer an.

Der erste Eindruck:
Die Verpackung des MEDUSA XE Virtual 7.1 Surround Headset ist sehr ansprechend gestaltet und unterscheidet sich ebenfalls nicht von der der 5.1-Version. Man kann durch ein Kunststofffolienfenster einen Blick auf die rechte Seite des Headsets werfen, die durch ein Cover von Rest abgetrennt ist. Wenn man sich durch die ganzen Folien und Kunststoffhüllen gekämpft hat findet man neben dem Headset die Treiber-CD und einen Quick Installation Guide. Die roten Wechsel-Ohrpolster, die bei der 5.1-Version beiliegen, findet man bei dieser Version nicht, obwohl man es für den Preis durchaus erwarten dürfte.

Alles in allem ist das Headset in einem sehr schlichten Design gehalten. Die Ohrmuscheln und der Kopfbügel sind mit einem Lederimitat überzogen, der Kopfbügel ist gut gepolstert und stört auch bei längerem Tragen nicht. Auch das Headset-Mikrofon macht einen stabilen Eindruck und scheint nicht bei der ersten längeren Zocker-Nacht abzufallen. Damit macht die 7.1-Version einen ebenso guten Eindruck, wie der kleine Bruder es getan hatte.

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Die Ausstattung:
Wenn es um Ausstattung geht, kann man sich hier wirklich nicht beschweren. Allein die Treiber Suite bietet schon unglaublich viele Einstellmöglichkeiten. Es geht los mit der Konfigurierung des virtuellen 7.1 Klangs. Man kann alle „Lautsprecher“ im Raum anordnen, so wie es einem gerade genehm ist. Die 7.1-Funktion kann man auch über einen einfachen Button-Klick deaktivieren und kann das Headset im Stereo-Modus nutzen. Was ich persönlich toll finde ist, dass die integrierte USB-Audiokarte es ermöglicht, dass man den Mikrofonsound direkt auf die Ohrmuscheln durchschleifen kann. Gerade wenn man Let’s Plays aufnimmt oder streamt ist diese Funktion sehr nützlich um seine eigene Audiospur zu überprüfen. Desweitern kann man im Treiber auch die System- und Mikrofonlautstärke und natürlich den Aufnahmepegel des Mikrofons einstellen. Ebenfalls verfügt der Treiber über einen eingebauten Equalizer, sowie einen Voicechanger und noch einiges mehr.

Das Headset ist mit einem 2,8 Meter langen Kabel an den PC anzuschließen und bietet so genug Spielraum für alle möglichen Aktivitäten am PC.

Auch das Mikrofon macht einen soliden Eindruck und lässt sich, wenn man es nicht nutzen will/braucht, ganz einfach hochklappen und schon ist es nicht mehr im Weg.

Soweit so gut, schauen wir uns nun an, wie diese Komponenten in der Praxis zusammen spielen.

Die Praxis:speedlink_medusa_headset3
Mit dem XE Virtual 7.1 Surround Headset versprach Speedlink „hochrealistischen 7.1-Raumklang“, dieses Versprechen konnte man nach meinem Empfinden nicht halten. Ich habe das Headset in den verschiedensten Situationen und Spielen getestet. Gerade bei Spielen wie Counter Strike: Global Offensive, bei denen das Hören einen großen Anteil ausmacht, konnte ich (von der Seite der Ortung her) keinen Unterschied zu meinem Stereo-Studiokopfhörer feststellen. Auch bei Horrorspielen, oder bei auf-3D-Klang ausgelegten Videos konnte mir kein 3D-Gefühl vermittelt werden.

Was den Klang als solches angeht, erbringt das XE Virtual 7.1 Surround Headset eine grundsolide Leistung. Man kann sich durchaus, auch länger, Musik damit anhören, vorausgesetzt man stellt die 7.1-Funktion ab, denn diese verfälscht den Klang doch recht deutlich.

Das Mikrofon liefert wirklich gute Ergebnisse. Bei den Testaufnahmen sind weder Rauschen noch Erschütterungsgeräusche zu hören. Im TS machte sich das Mikrofon ebenso gut, was für diese Preisklasse erfreulich ist. Die Kabelfernbedienung ist auf einer gut zu erreichenden Höhe angebracht und somit auch während des Zockens gut und einfach zu erreichen. Nach einigen Stunden stellte sich recht schnell heraus, dass der Tragekomfort sehr hoch ist, denn von Drücken oder Stören am Kopf war kein Spur, das hat sich auch nach den nächsten Stunden nicht geändert.

Speedlink bietet mehrere Versionen des neuen MEDUSA an. Eine Stereo-, 5.1 Surround Klinken-, 5.1 Surround USB-, 7.1 Surround- und PS4-Version, welche preislich zwischen 39,99€ und 79,99€ liegen.

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Fazit und Bewertung:
Das Speedlink MEDUSA XE Virtual 7.1 Surround Headset hat ganz eindeutig seine Stärken und Schwächen. Das Mikrofon ist grundsätzlich wirklich gut, die Einstellmöglichkeiten im Treiber sind gewaltig, der Sound kann sich durchaus sehen lassen, verarbeitet ist das Headset wirklich super, die Kabellänge ist mehr als großzügig bemessen und auch die Kabelfernbedienung kann sinnvoll genutzt werden. Allerdings gibt es eben auch einen ganz klaren Kritikpunkt. Das virtuelle 7.1 Surround ist meiner Meinung nach nicht vorhanden. Letztendlich sind es „nur“ 10 Euro Aufpreis, aber genau das stört mich auch wieder daran.

Alles in allem würde ich sagen, dass das MEDUSA XE Virtual 7.1 Surround Headset eine nette Weiterentwicklung des MEDUSA 5.1 True Surround Headsets, aber eben kein Pflichtkauf. Von daher gibt es keine klare Kaufempfehlung für die 7.1-Version, sondern eine für die 5.1-Version der MEDUSA Serie, die sich wirklich nur in der Tatsache, dass es eben kein virtuelles 7.1- sondern echtes 5.1-Surround ist, von dem 7.1er unterscheidet.

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Ergonomie - 9,5 / 10,0

  • Hoher Tragekomfort

Verarbeitung - 10,0 / 10,0

  • Hochwertiges Material
  • Keine Schwachstellen auszumachen

Features - 7,0 / 10,0

  • Voicechanger
  • Suite

  • 7.1. "Surround Sound"

Preis/Leistung - 8,0 / 10,0

  • Gutes Headset
  • Solider Sound

  • Für gleichen Preis gibt es besseres
8,6

Fazit von: Lukas

Unserer Meinung nach nur eine nette Weiterentwicklung des MEDUSA 5.1 True Surround Gaming Headsets, aber nicht die Neuerfindung des Rads, und schon gar kein echtes Surround.



Lukas hat ein(e) MEDUSA XE Virtual 7.1 Surround Headset von Speedlink zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt bekommen.

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