Deathfire Ex

Von am on Hardware

Cougar Deathfire Ex Gaming-Bundle – Review

Der Hardware-Hersteller Cougar bringt mit dem ‚Deathfire Ex‘-Bundle ein weiteres Maus-Tastatur-Bundle auf den Markt. Was wir von den beiden Teilen halten, erzählen wir euch hier.

Allgemein:

Das Gaming-Bundle ‚Deathfire Ex‘, bestehend aus Maus und Tastatur gibt es seit Anfang Oktober 2016 käuflich für 50€-60€ zu erstehen.
Was die Tastatur angeht verspricht Cougar auf der eigenen Website keine Ghosting-Effekte zu haben und bei der Maus soll es schnelle, akkurate und verlässliche Rückmeldungen geben. Interessanterweise hält man sich ansonsten mit Versprechen bei diesem Produkt zurück. Bei anderen (zum Beispiel der ‚Revenger‘-Gaming-Maus) ist das durchaus anders.
Aber genug der Theorie, werfen wir einen Blick auf die Hardware.

Der erste Eindruck:

Typisch für Cougar ist der Karton des ‚Deathfire Ex‘-Bundles schlicht gehalten, erschlägt den Leser aber mit allerlei Informationen zum Produkt in allen möglich Sprachen.
In der Verpackung findet man direkt die Hardware (leider einzeln in Plastiktüten verpackt) und sonst nur eine kleine Kurzanleitung.

Beide Hardware-Teile sind recht schlicht gehalten. Die Tastatur fühlt sich durchaus hochwertig an und die eigens von Cougar entwickelten Hybrid-mechanischen Tasten machen einen soliden Eindruck. Das kann ich von der Maus allerdings überhaupt nicht behaupten. Diese wirkt sehr klein, extrem rutschig, zu leicht und etwas spillerig verarbeitet.
Eigenartigerweise ist das Kabel der Tastatur umwebt und wirkt recht hochwertig, wohingegen das Kabel der Maus nur gummiert ist.

Der erste Eindruck ist also ganz klar zweigeteilt. Die Tastatur wirkt gut verarbeitet und qualitativ, von der Maus lässt sich leider eher das Gegenteil behaupten.

Die Ausstattung:

Da das ‚Deathfire Ex‘-Bundle ohne Treiber auskommt, muss man die DPI der Maus anderweitig einstellen können. Aus diesem Grund verfügt die Maus des ‚Deathfire Ex‘-Bundles über zwei Schieberegler auf der Unterseite. Der eine ist zum Verstellen der DPI, einstellbar sind hier nur 500, 1000, 1500 und 2000 DPI, nicht mehr, nicht weniger und nichts dazwischen. Der andere Regler dient zum Einstellen der Polling-Rate, hier kann zwischen 125, 250, 500 und 1000Hz gewählt werden. Ich verstehe zwar nicht warum man mit 8ms Reaktionszeit (bei 125Hz) spielen soll, wenn man auch mit nur 1ms (bei 1000Hz) spielen kann, aber die Möglichkeit besteht.
Die Schieberegler sind kein mechanisches Meisterwerk, erwecken aber den Eindruck, dass sie auch nach dem tausendsten Umstellen noch an der Maus bleiben.

Neben den zwei Maustasten plus Mausrad, besitzt die ‚Deathfire Ex‘-Maus zwei Seitentasten und eine Taste hinter dem Mausrad, die wirklich nicht gut zu erreichen ist. Darauf soll aber sowieso nur die Farbänderung liegen. Die beiden Maustasten haben für meinen Geschmack einen zu hohen Druckpunkt, die beiden Seitentasten haben verschiedene (die mir auch beide zu tief sind), die Taste hinter dem Mausrad ist zu schwergängig und das Mausrad wackelt.
Und das alles obwohl in der Maus, die mittlerweile gängigen, Omron-Mikroswitches verbaut sein sollen.

Dahingegen gefällt mir die Tastatur richtig gut. Diese hat zwar keine Makrotaste, die Funktions-Tasten sind aber mit vielen gängigen Shortcuts belegt.
Die beiden Standfüße wirken solide und bringen die Tastatur in eine angenehme Höhe.

Beide Hardware-Teile verfügen außerdem über RGBs die man leicht anpassen können soll.

Jetzt schauen wir uns die ‚Deathfire Ex‘-Combo mal in der Praxis an.

Die Praxis:

Schnell fällt positiv auf, dass sowohl Maus als auch Tastatur des ‚Deathfire Ex‘-Bundles einfach nur angeschlossen werden müssen und sofort alles funktioniert.
Da keine Treiber benötigt werden, sowohl Maus als auch Tastatur aber Farbwechsel anbieten, muss es dafür andere Lösungen geben. Die Farbgebung der Maus lässt sich mit der bereits angesprochen Taste hinter dem Mausrad ändern. Auf der Tastatur dient dazu eine Tastenkombination mit den ‚Fn‘-Taste.
Die Lösung aller Zusatzbefehle auf der Tastatur sind über diese ‚Fn‘-Taste gelöst. So kann man schnell Musik steuern (Lautstärke, skippen, pausieren, etc.), den PC sperren, den Taschenrechenr öffnen, die Helligkeit anpassen, bei der Farbgebung zwischen acht Möglichkeiten wechseln oder sogar WASD und die Pfeiltasten vertauschen.
Dieses letzte Feature ist ganz nett, denn so kann jeder entscheiden wie und vor allem wo er oder sie spielen möchte.

Der Tastenanschlag der Tastatur gefällt mir gut, die Cougar-Switches sind nicht zu laut, dennoch quittieren sie jeden Tastendruck mit einem wohltuenden Klicken.
Was die versprochene ‚Anti-Ghosting‘-Technologie angeht, kann ich nur sagen, dass ich keinen Fall entdeckt habe, in dem ich annährend 19 Tasten gleichzeitig hätte drücken müssen. Bis zu acht gleichzeitigen Tastendrücke sind aber definitiv kein Problem. Also gehen wir mal davon aus, dass dieses Versprechen gehalten wird.

Die Maus ist wie schon befürchtet recht rutschig. So kann es tatsächlich mal passieren, dass einem die selbige, zum Beispiel bei einer Partei Counter-Strike, mal aus der Hand rutscht. Das geht gar nicht!
Grundsätzlich funktioniert der Sensor der ‚Deathfire Ex‘-Maus problemlos auf einem normalen Mauspad und bleibt auch bei schnellen ruckartigen Bewegungen präzise.
Für Leute die häufig die DPI wechseln ist es zwar grundsätzlich kein Problem den Regler auf der Unterseite zu bewegen, dennoch ist das wesentlich umständlicher als nötig. Eine extra Taste hätte auch niemandem geschadet.

Was schade ist, ist, dass die Maus die letzte Farbeinstellung nicht speichert. Ein paar Kilobyte interner Speicher waren scheinbar nicht mehr drin.

Fazit:

Mit dem ‘Deathfire Ex’-Bundle hat mich Cougar zum ersten Mal enttäuscht. Die Tastatur dieses Bundles ist, gerade für den Preis, wirklich gut, die Maus ist allerdings das genaue Gegenteil. Natürlich darf man nicht vergessen, dass dieses Bundle preislich irgendwo zwischen 50€ und 60€ liegt, aber die Maus wirkt eher wie eine Standard Dell-Maus mit ein paar mehr Tasten und ein rudimentären Einstellmöglichkeiten die keinen Platz auf der eigentlichen Maus gefunden haben und deshalb auf die Unterseite gebaut worden sind.
Wer hier erwartet für 60€ Gaming-Maus und -Tastatur zu bekommen wird enttäuscht sein. Wer eine gute und erschwingliche Gaming-Tastatur sucht, und bereit ist die Maus in der Packung zu lassen und eine andere zu verwenden, wird mit der Tastatur auf jeden Fall zufrieden sein.

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Ergonomie - 7,0 / 10,0

  • Maus für Links- und Rechtshänder
  • Ordentliche Höhenverstellung (Tastatur)

  • Rutschige, kleine, leichte Maus
  • Keine Handballen-Ablage

Verarbeitung - 6,5 / 10,0

  • Tastatur ist gut verarbeitet

  • Verschiedene Druckpunkte bei Maustasten
  • Verschiedene Kabelummantelungen
  • Mausrad wackelt

Features - 6,0 / 10,0

  • Schieberegler...
  • Gute Nutzung der 'Fn'-Taste
  • Viele Beleuchtungseinstellungen...
  • Die Tastatur

  • ...die schlecht positioniert sind
  • Nur vier DPI-Einstellungen
  • ...die teils nicht gespeichert werden
  • Die Maus

Preis/Leistung - 7,5 / 10,0

  • Maus als Gratis-Beilage...
  • Gaming-Tastatur zum fairen Preis

  • ...die keine Gaming-Maus ist
6,8

Fazit von: Lukas

Cougar bietet hier eine gute Gaming-Tastatur zum fairen Preis an. Die Maus ist leider nicht mehr, als eine Gratis-Beilage. Enttäuschend!



Lukas hat ein(e) Deathfire Ex von Cougar zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt bekommen.

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